Webdesign Trends 2021

Der Gedanke, beim Design von Websites Trends zu folgen, mag auf den ersten Blick unpassend erscheinen. Trends haben immerhin etwas mit Mode zu tun — die Prioritäten bei Websites liegen dagegen bei Kommunikation, Information und Übersichtlichkeit.

Dennoch ergibt es Sinn, das Thema Trend beim Entwurf von Websites nicht völlig außen vorzuhalten. Das hängt im Wesentlichen mit der Nutzererwartung zusammen. Präsentieren sich Websites altmodisch und mit Designelementen vergangener Jahre oder Jahrzehnte, wie sie heute kaum noch genutzt werden, setzt das beim Besucher eine Assoziationskette in Gang, die unzutreffend sein kann, aber in vielen Fällen zu intensiven Abstoßungsreaktionen führt.

Eine der häufigsten Reaktionen von Seitenbesuchern auf Websites mit veraltetem Design ist die Vermutung, dass die Internetpräsenz nicht mehr gepflegt wird — auch, wenn das ganz und gar nicht der Fall ist. Das alleine wäre noch nicht wirklich ein Hindernis für eine positive Kundenerfahrung. Der Rückschluss, den viele Besucher veralteter Seiten daraus ziehen, kann sich allerdings verhängnisvoll auswirken: Ist die Website nicht auf dem neuesten Stand, ist es das Angebot auch nicht.

Internet als Echtzeitmedium

Das Internet gleicht einem lebenden Organismus, der sich ständig fortentwickelt. Entsprechend evolutionär ist die Anmutung der Inhalte, die über den Browser zum Nutzer gelangen. Wollen Sie sich oder Ihr Unternehmen als Bestandteil dieser Welt und dieser Zeit darstellen, werden Sie um die Beachtung einiger dominierender Trends beim Webdesign nicht herumkommen.

Dabei kommt es weniger darauf an, sich durch ein extrem innovatives oder avantgardistisches Design von den übrigen Anbietern abzuheben — obwohl auch das bei professioneller Ausführung durchaus sinnvoll sein kann. Vielmehr sollte Ihr Webdesign die Botschaft transportieren: Wir sind auf der Höhe der Zeit, und das gilt auch für unser Angebot.

Basistrend: Transparenz und Raum

Nicht neu, aber seit zwei Jahren von modernem Webdesign nicht wegzudenken, sind großzügig gestaltete Designs mit locker gegliederten Elementen, die sich über die gesamte Bildschirmbreite erstrecken. Damit verbunden sind in vielen Fällen großformatige Bilder und Videos mit dynamischer Größenanpassung.

In den meisten Fällen befindet sich das Firmenlogo oben links und die Hauptmenüpunkte oben rechts. Vielfach verbreitet ist das Hamburger Menü, zunächst sichtbar durch das Symbol dreier waagrechter Linien (die schematische Darstellung eines Hamburgers), das nach dem Anklicken das Hauptmenü sichtbar macht, oft durch eine Animation gesteuert.

Der Begrüßungsbildschirm besteht vielfach aus einem vollseitigen Bild, das in der Mitte den Unternehmensslogan präsentiert. Vielfach ist darunter auch ein Call-to-Action-Button platziert.

Basistrend: Alles auf einer Seite

Nicht nur aus rein ästhetischen oder funktionellen Gründen, sondern auch im Interesse der Suchmaschinenoptimierung hat sich vielfach der Trend durchgesetzt, den gesamten Website-Inhalt — oder zumindest den größten Teil davon — auf einer durchgehenden Seite zu platzieren.

Der Grund ist leicht nachvollziehbar: Je mehr relevante Inhalte sich auf einer Seite befinden, desto schneller und intensiver gewinnt sie an Relevanz und zieht Verlinkungen auf sich. Die Folge ist ein gutes Ranking in den Suchmaschinen, verbunden mit der Platzierung im oberen Bereich der Ergebnisliste.

Basistrend: optische Inseln

Schwerpunkte nicht einfach in Bullet-Listen zu präsentieren, sondern sie in getrennten Gruppen mit ansprechenden optischen Signalen in einzelnen Zonen der Webseite zu gruppieren, hat sich in mehrfacher Hinsicht als effektiv erwiesen. Zum einen schafft das eine intensive Betonung der Punkte, die dem Unternehmen besonders am Herzen liegen. Zum anderen liefert es den Nutzer*innen ein abwechslungsreiches, unterhaltsames und informatives Erlebnisumfeld.

Von großer Bedeutung sind bei optischen Inseln die Bildelemente zu den jeweiligen Themenpunkten. Fotos haben sich hier als weniger effizient erwiesen. Besser geeignet sind professionell gestaltete Icons. Sie müssen einerseits das Anliegen des jeweiligen Schwerpunkts unmissverständlich illustrieren und andererseits durch eine klare und einfache Bildsprache optische Ankerpunkte setzen.

Trends für das Außergewöhnliche

Neben den drei Basistrends haben sich in letzter Zeit auch eine Reihe abweichender Designideen etabliert, die bei richtiger Anwendung zu guten Nutzererfahrungen führen. Dazu gehören beispielsweise asymmetrische Designs, die die jeweiligen Seitenelemente an unüblichen, oft unerwarteten Stellen präsentieren.

Eine andere Designidee ist Card Design. Es präsentiert die einzelnen Menüpunkte nicht hierarchisch von einem Menü ausgehend, sondern als gleichberechtigte Felder (Cards), die in einem regelmäßigen Raster oder in modischer Unregelmäßigkeit angeordnet sind.

Und schließlich ist da noch der Designfaktor Dark Mode. Er präsentiert die Inhalte in heller Schrift auf dunklem Hintergrund. Ursprünglich als Mittel zur Schonung von Akkulaufzeiten gedacht, hat sich der Dark Mode zu einer eigenständigen Designphilosophie entwickelt. Allerdings ist das dunkle Styling eine Geschmacksfrage und vielfach auch von der Stimmungslage oder der Tageszeit abhängig.

Wenn Sie für Ihre Website also einen Dark Mode anbieten möchten, dann möglichst optional. Auf diese Weise vermeiden Sie rezeptive Widerstände, die einem optimalen Besuchererlebnis im Wege stehen könnten.

Gerne berät die Movido Media Verlag GmbH Sie im Bereich Webdesign. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

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